Berufsbildung

EuWeCo gGmbH
Europäische-Werkstätten-Cooperation gGmbH

Firmensitz Gerolstein
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54568 Gerolstein
06591-16-0
06591-16-111

Standort Weinsheim
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54595 Weinsheim
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Standort Daun-Pützborn
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54550 Daun-Pützborn
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Foto: S.Hofschlaeger - www.pixelio.de
 

Projekte

Sieben Mitarbeiter mit Behinderung der Westeifel Werke und der EuWeCo nehmen an Fairplay-Tour teil

Fairplay


Sport verbindet: Gemeinsames Radtour-Event für junge Menschen zum guten Zweck

Gerolstein, 08. 16. Juli 2016. Die Gemeinnützigen Westeifel Werke GmbH der Lebenshilfen Bitburg, Daun und Prüm sowie ihre Tochterfirma, die EuWeCo, eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung, haben mit insgesamt sieben Menschen mit Behinderung und zwei Betreuern an der diesjährigen 18. Fairplay-Tour teilgenommen.

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Fairplay-Tour um ein Radsportevent, das neben Fairness die grenzüberschreitende Zusammen- und Entwicklungsarbeit zum Ziel hat. Dafür werden durch die Fairplay-Tour Spenden gesammelt, die der Welthungerhilfe und Ruanda, dem Partnerland von Rheinland-Pfalz, zugutekommen. Mit den bisherigen Erlösen aus insgesamt 18 Rundfahrten in der Großregion sind in Ruanda schon diverse Schulen gebaut worden.

Wie gut das Projekt ankommt, zeigt sich in der Teilnehmerzahl von insgesamt rund 360 Jugendlichen und Betreuerinnen und Betreuer. Insgesamt 860 Kilometer durch die Großregion von Gerolstein nach Mayen über Gillenfeld, Bütgenbach in Belgien, Hosingen in Luxemburg, Arlon in Belgien, die Hauptstadt Luxemburg, Saarbrücken und Kusel bis hin zum Zielort nach Föhren galt es, für die Teilnehmer gemeinsam in Teams zu überwinden.

Neben den Mitarbeitern der Werkstätten können außerdem jährlich Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten im Alter von 12 25 Jahren an der Fairplay-Radtour teilnehmen. Insgesamt acht Etappen gab es zu erreichen, die jeweils mit einem Empfang und der Einkehr der Radfahrerinnen und Radfahrer verbunden waren.

Von den Westeifel Werken haben mit ihrem Betreuer, Richard Kläsges, vier Mitarbeiter mit Behinderung teilgenommen: Julien Foltin, Daniel Thomas, Andreas Wunn und Patrick Kaufmann. Von der EuWeCo haben mit ihrem Betreuer, Jürgen Morbach, Sven Kienel, Nathaniel Giese und Marc Vogt erfolgreich am Radsportevent teilgenommen und ebenfalls die 860 Kilometer bezwungen. Wer diese Route schafft, kann stolz auf sich sein. Genau das ist das Ziel des Events: Jungen Menschen mit und  ohne Handicap vor Augen führen, zu welchen hervorragenden Leistungen sie durch fleißiges Training und gegenseitige Unterstützung und Motivation fähig sind.

Bei der Fairplay-Tour handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Wettkampf, sondern darum, gemeinsam zum Ziel zu gelangen. Auf den Gemeinschaftssinn legen die Organisatoren des Events, der Sportlehrer der Graf-Salentin Schule Jünkerath, Herbert Ehlen, und der Geschäftsführer der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier, Klaus Klaeren, besonderen Wert. Dies manifestiert sich auch in der Wahl der Trikotfarbe: Während bei der Tour de France als sportlichem Wettkampf nur einer im gelben Trikot fährt, tragen hier  alle Teilnehmer ein gelbes Trikot.

Die letzten Etappen des grenzüberschreitenden Sportprojekts hat der Anschlag auf unsere französischen Freunde in Nizza am französischen Nationalfeiertag, dem
14. Juli 2016, überschattet. Freitags sind die Teilnehmer der Fairplay-Tour im französischen Saargemünd empfangen worden und haben gemeinsam mit den französischen Gastgebern und Freunden eine Schweigeminute zum Gedenken der Opfer eingelegt. Auch hier wird deutlich, wie wichtig die Themen Zusammenhalt und Frieden sind und wie wichtig Veranstaltungen wie die Fairplay-Tour sind, um die Menschen dafür zu sensibilisieren. Die Fairplay-Tour setzt damit ein klares Zeichen für Frieden, Völkerverständigung und Solidarität.

Wir sind sehr stolz auf die sportliche Leistung unserer Mitarbeiter und freuen uns gemeinsam mit ihnen und allen weiteren zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf die nächste Fairplay-Tour 2017, wenn es wieder heißt, viele hundert Kilometer gemeinsam in Teams, mit sportlichen Jugendlichen mit und ohne Handicap durch die schöne Großregion zu fahren.

Reiten

Schüler der Außenklasse Hohen Marken der Martin-Luther-King-Schule (siehe Extra) haben in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Europäischen-Werkstätten-Cooperation gGmbH (EuWeCo) Weinsheim psychisch erkrankten Mitarbeitern den Umgang mit Pferden nähergebracht.
Im Rahmen ihres Abschlussprojekts "Pferde geben uns die Flügel, die wir nicht haben" besuchte Isabella Hommelsen, Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin der EuWeCo, mit drei Klienten in den vergangenen Wochen zehnmal die Außenklasse Hohen Marken. Während dieser Zeit nutzten die drei das vielfältige Angebot mit den Pferden.
Für die begleitenden Förderschullehrerinnen Katrin Lütteken und Monika Hansen war es besonders beeindruckend zu sehen, in welchem Ausmaß sowohl die gastgebenden Schüler als auch die Besucher der EuWeCo voneinander profitierten. Gemeinsam wurden die Pferde versorgt, geputzt und natürlich auch geritten. Nach anfänglichem Zögern trauten sich schließlich alle Teilnehmer aufs Pferd. In einer kleinen Abschlussprüfung konnten sie ihr erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und anschließend stolz ihre Urkunden in Empfang nehmen.
Zum Abschluss des Projektes war das Vertrauen der Besucher zu den Schülern so gefestigt, dass sie sich von ihnen entspannt durch den Wald führen ließen.